R.I.P. - H.H. Bischofsvikar em. Dr. L. Strecker
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H.H. Bischofsvikar em. Dr. Ludwig Strecker, O. de M., am 10. März 1947 in Arnstorf, Kreis Eggenfelden, Bayern geboren, leistete nach dem Abitur am Wittelsbacher Gymnasium zu München fünf Jahre lang aktiven Wehrdienst (zuletzt Oberstleutnant der Bundeswehr - Feldjäger -) und studierte in München, Würzburg, Wien (Heiligenkreuz), Anápolis (Brasilien) und Rom Geschichte, Philosophie und Theologie und erhielt die Heilige Priesterweihe. Von Haltung und Gesinnung Offizier, Priester-Missionar und Lehrer, diente er der Heiligen Kirche u.a. als Pfarrer, als Direktor eines Knabenseminars (für zukünftige Priester) und als Bischofsvikar. Für seine diversen Verdienste im Weinberge des Herrn, als Staatsbürger und als Offizier wurden ihm u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande (1995), das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold sowie - weitere - österreichische, brasilianische und spanische Orden (Caballero de Yuste) und Auszeichnungen verliehen.

Wegen schwerster gesundheitlicher Beeinträchtigungen mußte er von seinem letzten Amt als Bischofsvikar emeritiert werden und Ende 2005 zur weiteren medizinischen Behandlung nach Deutschland zurückkehren, wo er auf Empfehlung H.H. Herrn Militärdekans Mag. Siegfried Lochner, wofür ihm der Orden stets dankbar sein wird, mit dem Statthalter der Ritter des Mercedarierordens zusammentraf, der dessen Angebot, dem Mercedarierorden im Rahmen seiner verbliebenden Kräfte als Ordenskaplan geistlichen Dienst zu leisten, sofort und besonders gerne annahm. 2007 wurde er anläßlich eines Pontifikalamtes in der Königlichen Kapelle der Kathedrale von Sevilla unter Teilnahme vieler Ritter, Priester und Damen des Mercedarierordens sowie Vertretern des Diplomatischen und des Konularischen Corps von Seiner Eminenz Carlos Cardinal Amigo Vallejo, O.F.M. et O. de M., Erzbischof von Sevilla und Großprotektor der Cavalieri della Mercede (Real Compagnie di Santa Maria della Mercede) als „Cappellano del Ordine“ des Mercedarierordens feierlich investiert. Die ganzen letzten Jahre hat Confrater Bischofsvikar Padre Dr. Strecker sehr viel für den Orden geleistet, die Ritter z.B. auch auf Wallfahrten begleitet, viele Messen gelesen, viel gebetet und geopfert und dabei bedauert, dass er - wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes, der unter anderem zu Amputationen seiner Füße führte, und den er in tapferer Weise stets zu verbergen versuchte, nicht noch mehr für den Mercedarierorden, dessen Ritter und Werke tun konnte. Am Vorabend des Festes aller Heiligen des Mercedarierordens, den 6. November 2012, plötzlich und unerwartet verstorben, wurde er in seiner Primizpfarrei in Michelskirchen, Bayern, in einem Priestergrabe zur ewigen Ruhe gebettet.

Der Hochmeister und alle Ritter des Mercedarierordens, insbesondere die Ritter und Priester der Länder deutscher und englischer Zunge, vor allem die Ritter der Kommenden St. Albertus Magnus zu Köln und St. Bonifatius zu München, werden ihrem viel zu früh verstorbenen Mitbruder und geistlichen Mitstreiter stets ein ehrendes Andenken bewahren. Herr, gib dem Verstorbenen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm. Herr, lasse ihn ruhen in Frieden, Amen.

Deine dankbarer Confratres werden Dich, ebenso wie Deine Offizierskameraden und die vielen von Dir getrösteten und versehenen Seelen, niemals vergessen!

R.I.P.